Catherine Désenfant    
 
Gemalt habe ich schon immer. Als Kind saß ich im Sommer stundenlang unter der Trauerweide und malte alles, was mir in den Sinn kam. Es war wohl eine Art Seelenreini- gung. Für mich bestand kein Zweifel: Ich würde später Kunst studieren. Es kam anders. Statt Kunst wurde es Pädagogik und mit meinem Diplom in der Tasche ging ich nach Deutschland. Dort heiratete ich, bekam ein Kind, und die Malerei trat in den Hintergrund. Trotzdem probierte ich immer wieder neue Techniken oder Materialien, experi- mentierte. So ging ich beispielsweise in Schulen, um die Holzstruktur der abgenutzten Tische abzudrucken.

Hier in Berlin besuchte ich über mehrere Jahre eine Kunstschule, wo ich meine Leidenschaft für die Ölmalerei entdeckte. Seit 2003 bin ich freischaffende Künstlerin.
Ich experimentiere zwar immer noch sehr gern, aber inzwischen ist deutlich ein eigener Stil zu erkennen.
Eins bleibt: Wenn ich vor der Staffelei stehe, umgeben vom Geruch der Farben, meine Pinsel neben mir auf dem Tisch, dann ist die Welt in Ordnung.

 
       
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